Trabzon

Die türkische Stadt Trabzon, das ehemalige griechische Trapezunt, liegt am Südufer des Schwarzen Meeres und ist die Hauptstadt der Provinz "Trabzon".

Die Hafenstadt ist das wirtschaftliche Zentrum und Umschlagplatz für den Export von Nahrungsmitteln
(v. a. Haselnüsse, Tee, Mais u. Fische), Vieh und Tabak.
Die technische Universität wurde 1963 gegründet. Ein Flughafen gehört ebenfalls zur Infrastruktur.

Trabzon ist die regenreichste Region der Türkei und es herrscht hier auch im Sommer ein feuchtes gemäßigtes Klima.
Der höchste Berg in der Region ist die Kirklar Tepesi mit einer Höhe von 3450 m.
Landkarte
Geschichte:

Trapezunt wurde im 7. Jhd. v. Chr. von griechischen Siedlern aus Kleinasien gegründet.
Die Stadt profitierte von der Lage an der Handelsroute zwischen Schwarzem Meer und Mittelmeer und wurde bald ein Machtzentrum der pontischen Könige.
Zu Beginn des 13. Jhds. gründete die Komnenen-Dynastie einen byzantinischen Staat mit Trabzon als Hauptstadt.
Seit 1461 ist Trabzon türkisch (Mehmet der Eroberer).

Bis in die 20iger Jahre des vorigen Jhds. lebten hier noch Griechen, die viele Spuren hinterlassen haben.

Sehenswertes:

Berühmteste Sehenswürdigkeit ist die Hagia Sophia aus dem 13. Jhd., die heute ein Museum ist.
Die Fresken mit Szenen aus dem Alten Testament gehören zu den schönsten in der Türkei.

Das Kastell von Trabzon aus dem 5. Jhd. v. Chr. steht auf einem abgeflachten Hügel (griech. trapezos), der Trabzon den Namen gab.
Ca. 50 km südlich von Trabzon befindet sich das berühmte und sehr gut erhaltene Felsenkloster Sumela in luftiger 270 m Höhe.
Es wurde im 4.Jhd. von griech. Mönchen gegründet und wertvolle Fresken aus dem 14. Jhd. bedecken sämtliche Wände der orthodoxen Kirche. Leider sind sie schwer beschädigt.

In Trabzon gibt einige kleine Hochgebirgsseen.

Der bekannteste ist der Uzungöl auf 1250 m Seehöhe und ca. 80 km von Trabzon entfernt.
Der Cakirgöl liegt noch höher auf 2533 m.


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